Vortrag: Geiles aus der Weltgeschichte

Der Sprecher Helge Döhring (Institut für Syndikalismusforschung) zeigt die libertäre Geschichte Europas in über einem Dutzend Stationen auf. In einer Zeitreise beleuchtet er freie Gesellschaften und emanzipatorisches Aufbegehren in Spanien, Estland/Schweden, der Ukraine, Frankreich, Deutschland, Italien, Griechenland und in Ägypten.
Die meisten dieser Ereignisse nahmen weltgeschichtlich bedeutende Ausmaße an. Soviel sei verraten: Es beginnt in Kurdistan und endet in Kurdistan.

November 1918 – Der verpasste Frühling

Immer noch schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten. Dem
Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge. Aus der Welt geht der
Schwächere und zurück bleibt die Lüge. – Bertolt Brecht

Im Gedenken an die Arbeiterinnen und Arbeiter, die vor 100 Jahren im
November für einen Frühling in Deutschland kämpften. SPD und DGB feiern
in diesen Tagen 100 Jahre Sozialpartnerschaft mit dem deutschen Kapital.
Verraten haben sie damals und heute die proletarischen Massen, die vor
100 Jahren für viel weitreichendere Forderungen wie Rätedemokratie,
Sozialisierung der Betriebe und Antimilitarismus auf die Straße gingen
und dafür bluten mußten.

Am Freitag den 26.Oktober stellte der Autor Klaus Gietinger im Eselsohr sein
Buch „November 1918 – Der verpasste Frühling“ vor, welches den November
1918 aus Sicht der einfachen Leute erzählt, die versuchten die Geschicke
selbst in die Hand zu nehmen. Es sind nicht nur Kaiser, Könige, Bonzen
und andere „Eliten“ die Geschichte schreiben.
Ab sofort ist der Vortrag auch online verfügbar:

>Zum Vortrag<

Dauer: 50 Minuten

Vortrag im Oktober – Der verpasste Frühling

Freitag, 26.10.2018, 19 Uhr: November 2018 – Der verpasste Frühling

Vortrag von: Klaus Gietinger, geb. 1955, ist Sozialwissenschaftler,
Drehbuchautor und Regisseur.

Ein flammendes Plädoyer dafür, die verpasste soziale Revolution zwischen
Kieler Matrosenaufständen und Weimarer Republik dem Vergessen zu
entreißen! 100 Jahre nach dem November 1918 spricht man nur noch vom
»Kriegsende«, vom »Zusammenbruch des Kaiserreichs«. Dabei war die
Novemberrevolution tatsächlich ein Aufbruch, ein Aufbäumen gegen die
herrschenden Klassen. Matrosen, Soldaten und Arbeiter waren noch
bewaffnet – und sie hatten genug von den alten Eliten, sie wollten das
allgemeine Wahlrecht, die Sozialisierung, die Zerschlagung des
Militarismus und die Revolution – ein für alle Mal, jetzt oder nie!

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